Der originale „Motown“-Sound

ISERLOHN. Entführt durch den musikalischen Zauber zurück in die Vergangenheit, der goldenen Ära des weltbekannten Musiklabels „Motown“ und dessen größte Hits.

Am Freitagabend präsentierte das Parktheater Iserlohn „The Sound of Classic Motown“ vor ausverkauftem Haus. „The Sound of Classic Motown“ ist eine Hommage an die goldene Ära des weltbekannten Musiklabels „Motown“, das 1959 von Berry Gordy Junior in Detroit, USA, gegründet wurde. „Motown“ ist eine Zusammensetzung aus „Motor“ und „Town“, zu Deutsch „Motorstadt“ und ist eine Anspielung auf die, für ihre Automobilindustrie weltbekannte Stadt, Detroit in Michigan.

Der berühmte Schauspieler Ron Williams führt als Radio-DJ des Senders „Radio Soul“ durch das Programm. „On Air“ mit Charm und Witz moderiert Williams von einem Song zum Nächsten. Immer wieder erzählt er Anekdoten der damaligen Zeit, über die Künstler des Musiklabels und die gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA. „Zu einer Zeit in der Rassenunruhen Amerika beherrschten, sollte die Musik schwarze und weiße, alle, auch grüne, gelbe und rote Menschen zusammenbringen“, so Williams.

Musikgrößen nicht nur zur Zeit des „Motown“

In damalig zeitgemäßen Outfits, präsentierten die Sängerinnen und Sänger des Ensembles, mit eindrucksvoll kräftigen Stimmen und schwungvollen Tanzeinlagen die größten Hits aus der goldenen Zeit des „Motown“.
Darunter auch die einst Grammy-nominierte Sängerin Laeh Jones aus Detroit. Sie ist die Tochter von Warren Harris, Sänger der unter Vertrag genommen Motown-Band „The Monitors“. Aber nicht nur Laeh Jones, auch das gesamte, aus neun weiteren Lead Vocals bestehende Ensemble, lieferte eine überzeugende und einzigartig sehenswerte Darbietung.

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Das Ensemble mit Band verabschiedet sich vom begeisterten Publikum. Foto: Nina Gutzeit

Die Band, in der Zusammensetzung der „Funk Brothers“, sorgte für die mitreißend musikalische Unterstützung des Ensembles. Mit R&B, Soul- und Popmusik war es eine brillante Zusammenstellung populärer Number One Hit-Songs. Die zweieinhalb stündige Show startete mit dem Titel „I can’t help myself (sugar pie honey) von „The Four Tops“. Weiter folgten unter anderem „I heard it through the Grapevine“ von Marvin Gaye, „You Can’t Hurry Love“ von „Diana Ross And The Supremes” oder auch „Superstition“ von Stevie Wonder.

Mitreißend 

Die Musik und die gebotene Atmosphäre forderten einen geradezu auf, sich aus dem Sitz zu erheben, zu tanzen und mitzusingen. Was einige Besucher an den Sitzreihenenden auch taten. Die meisten anderen Zuschauer wippten auf ihren Plätzen im Takt mit und schunkelten von rechts nach links.
Auch ich konnte mich nur schwer auf meinem Sitzplatz halten. Glücklicherweise bot mir meine journalistische Tätigkeit die Gelegenheit, des Öfteren aufzustehen, Fotos zu machen und kurzeitig das Tanzbein zu schwingen.
Viele der Songs kenne ich von meinen Eltern und erinnere mich an einige Tanzeinlagen in unserem Wohnzimmer, als ich noch jünger war.
So ist es auch Else und ihrem Mann Willi ergangen, die an diesem Abend eine Zeitreise in die Vergangenheit durchlebten. „Wir kennen die Lieder noch aus unserer Jugend. Einfach nur fantastisch.“

Weil es so schön war, dann bitte noch einmal

Auch wenn das Publikum überwiegend aus Besuchern im gesetzten Alter bestand, ist „The Sound of Classic Motown“ durch das Konzertflair auf jeden Fall auch für jüngere Besucher hören- und sehenswert.

Im Dezember 2019 kehrt „The Sound of Classic Motown“ für eine Zugabe in das Parktheater Iserlohn zurück. Daher empfehle ich allen, deren Neugierde nun geweckt ist und die sich einmal selbst in die glamouröse Show-Welt entführen lassen möchten, möglichst schnell Karten zu reservieren.

veröffentlicht von: Maerkzettel, Nina Gutzeit, 2. Fachsemester (Journalismus und Unternehmenskommunikation B.A.)

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