Von vier Männern und ihren gelben Öltonnen

Ob herkömmliche Aluminiumleitern, leere, gelbe Ölfässer, Plastikeimer oder PVC-Rohre: Die vier Schlagzeuger von „Power!Percussion“ beschränken ihr Rhythmusgefühl nicht auf gewöhnliche Trommeln, sondern überraschen ihr Publikum mit vielen kreativen Ideen.

„Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Materialen und Gegenstände zum Trommeln umfunktioniert werden können“, erzählt der 21-jährige Mike begeistert, nachdem er im Parktheater Iserlohn bei der „Power!Percussion – „Crazy about Rhythm”-Show“ zu Gast war. Bereits zum dritten Mal trat die Gruppe um Jürgen Weishaupt in Iserlohn auf und faszinierte das Publikum mit ihrer rund zweistündigen Show.  Die Musiker greifen auf Instrumente wie Rasseln, Trommeln und Klanghölzer zurück, ein wichtiger Bestandteil ihrer Performance sind jedoch auch Alltagsgegenstände wie Leitern, Rohre oder Eimer.

„Die Show war viel mehr als nur passives Zuschauen. Ich denke, niemand ist still auf seinem Platz sitzengeblieben. Ich habe permanent mitgewippt oder geklatscht“, berichtet Sarah, die mit ihrer Tochter im Publikum saß. Permanent forderten die Akteure ihre Zuschauer zum Mitmachen auf. Ob Klatschen, Schnipsen, Singen oder Stampfen: Das Rhythmusgefühl des Publikums wurde herausgefordert und wurde als Unterstützung zu einem Teil der Show.

„Der Name des Programms ist keinesfalls übertrieben. Die Jungs haben wirklich Power und eine Menge Rhythmusgefühl“, erzählt Mike überzeugt. Ob alleine, zu zweit oder zu viert − die Schlagzeuger überraschten das Publikum immer wieder mit neuen Rhythmen und Geschwindigkeiten. „Anhand der Bizepse kann man schon erkennen, dass so ein Auftritt sehr anstrengend sein muss. Dafür haben die Akteure sich Respekt verdient“, berichtet er voller Anerkennung.

„Positiv aufgefallen ist mir auch, wie gut die Licht- und Soundeffekte auf die Show abgestimmt waren. Dadurch wirkte alles noch viel imposanter und eindrucksvoller“, ist Sarah überzeugt. Im Takt der Trommelschläge änderte sich das Licht: Farbwechsel von Blau zu Grün zu Pink oder absolute Dunkelheit im richtigen Augenblick unterstützten den beeindruckenden Auftritt der Künstler.

„Etwas, das mich persönlich sehr positiv überrascht hat, ist, mit wie viel Humor und Leidenschaft die Vier auf der Bühne standen. Ich hätte erwartet, dass man mit der Zeit etwas abstumpft, wenn man viele Auftritte hat. Auf mich wirkte die Performance gar nicht angestrengt und auch sehr sympathisch“, erzählt Mike. Neben der Trommelshow wirkten kleine Späße und pantomimische Einlagen auflockernd und unterhaltsam. „Die Abwechslung innerhalb des Programms ließ die gesamte Show sehr kurzweilig und locker wirken“, findet auch Sarah.

Besonders das große Finale begeisterte das Publikum, welches die Gruppe mit Standing Ovations belohnte. Ein letztes Mal überzeugten die Musiker mit ihrer beeindruckenden Synchronität und jeder Menge Rhythmusgefühl. „Ich hatte das Gefühl, beim Finale haben sie noch einmal ihre letzte Kraft gesammelt und alles gegeben“, erkennt Mike an. „Bei der Zugabe konnten wir alle noch einmal mitklatschen und die Show gemeinsam beenden“, erzählt er.

„Diese Show hat mich zum Nachdenken angeregt, ob Abfall wirklich immer Abfall ist oder ob man mit etwas Kreativität nicht vielleicht doch noch etwas Neues, wie zum Beispiel eine Trommel, daraus schaffen kann“, resümiert Sarah nach der Show schmunzelnd.

veröffentlicht von: Maerkzettel, Maite Hegemann, 2. Fachsemester (Journalismus und Unternehmenskommunikation B.A.)

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