Heiß, heißer, Sixx Paxx! Men-Stripgruppe aus Berlin lässt im Iserlohner Parktheater die Hüllen fallen

Iserlohn. Es ist 20 Uhr, die Scheinwerfer sind an und die Musik beginnt. Schon springen die Besucher von ihren Sitzen und die ersten Tänzer kommen auf die Bühne. Die Show, die anderthalb Stunden pure Erotik bieten soll, kann losgehen.

Schon bei der Begrüßung durch David Farell, der sowohl als Tänzer als auch als Moderator agiert, wird klar, dass das Publikum einen spannenden Abend vor sich hat. Mit den Worten: „Und bitte, werdet hier nicht schwanger“ beginnt die Show und die überwiegend weiblichen Zuschauer sind kaum zu halten. Zur Eröffnungsperformance starten die Jungs zum Lied “The Greatest Show“ aus dem Film „The Greatest Showman“. Schnell wird klar, dass es an diesem Abend sehr heiß hergehen wird.

Die Men-Stripgruppe rund um Star Marc Terenzi gibt auf der Bühne alles. Sie singen, tanzen, feiern. Zwar fällt Marc Terenzi aufgrund einer erst drei Wochen zurückliegenden OP leider tänzerisch aus, tritt aber an dem Abend trotzdem auf. Somit stellt er auf der Bühne sein weiteres Talent zur Show: das Singen. Mit Hymnen wie „It’s my Life“ von Bon Jovi oder „Turn around“ von NE-YO begeistert er das Publikum. Aber auch mit seinen eigenen Liedern sorgt er für Stimmung und animiert das Publikum, mit ihm zu singen. Mit seiner deutsch/englischen Aussprache hat er die Sympathien des Publikums sicher. So sorgt er auch für einen Gänsehautmoment, als er für seine Tochter Summer einen Song singt, den er extra für sie komponiert hat. Summer ist die gemeinsame Tochter von Sarah Connor und Marc und kam 2006 mit einem Herzfehler zur Welt. Nun hat er über diese schwere Zeit einen Song geschrieben – und bei diesem Lied wird es schnell emotional. „Das ist schon etwas Besonderes, dass die Sixx Paxx Marc Terenzi dabei haben und er mit seiner Stimme noch das gewisse Etwas mitbringt. Er ist auf jeden Fall das Highlight der Show“ sagt Zuschauerin Felicitas Schieffer.

Outfit wechsle dich

Egal ob Tarzan, Pirates of the Caribbean oder Aladdin: Auch an Kostümen haben die Jungs einiges zu bieten. Zwar werden diese nie lange anbehalten, trotzdem liefern sie das gewisse Etwas zu jeder Tanzeinlage. Auch die Klassiker wie Polizist, Soldat oder Matrose haben die Jungs natürlich auf Lager. So schnell wie die Kostüme gewechselt werden, werden sie auch wieder von den Körpern der Tänzer gerissen. Die zerrissenen Tanktops landen da oft im Publikum und sind hart erkämpfte Trophäen für die Zuschauerinnen.

Die Besucher kommen auf ihre Kosten

Nach und nach werden immer wieder Frauen auf die Bühne geholt, um den Jungs ganz nah zu sein und Teil der Show zu werden. Zwar stehen einige Damen erst etwas verlegen auf der Bühne und wissen nicht so richtig, wo sie hingucken sollen. Trotzdem macht jede der Damen am Ende gut mit und wird wild über die Bühne gewirbelt, sitzt auf dem Schoß oder liegt auch mal unter den Tänzern.

Zwar sind nicht alle Reihen im Saal besetzt, das tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Die Tänzer geben sich viel Mühe, alle im Saal mit einzubeziehen und so gehen sie auch bis in die hintersten Reihen und auch dort dürfen die Frauen mal anfassen.

Der ganze Abend bietet aber nicht nur Erotik. Auch Tanzeinlagen, akrobatische Bewegungen und sogar Balletteinlagen sorgen immer mal wieder für Abwechslung zu den sonst sehr aufreizenden Performances. Mit den absoluten Klassikern von den Backstreet Boys und NSYNC wird dann die Zugabe eingeläutet. Das Publikum springt erneut von den Sitzen, steht dann die ganze Zugabe lang und feiert die Jungs noch einmal richtig. Zwar ist der Ablauf der Show immer der gleiche: Die Tänzer kommen auf die Bühne, ziehen sich aus und machen die Frauen im Publikum verrückt und genau dieses Konzept wirkt bei jeder Performance immer wieder aufs Neue. „Das ist die erste Vorstellung von den Sixx Paxx, die ich gesehen habe und ich bin positiv überrascht, was die Jungs so drauf haben“ sagt Felicitas und fügt hinzu: „Trotzdem fand ich es manchmal schon krass wie blank sie gezogen haben. Ich würde es mir aber auf jeden Fall noch einmal ansehen.“ Da trifft es sich ja gut, dass die Jungs noch einige weitere Auftritte haben, um weitere Frauenherzen höher schlagen zu lassen.

VERÖFFENTLICHT VON: MAERKZETTEL, Sabrina Meyer, 6. Fachsemester (JOURNALISMUS UND UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION B.A.)